Analverkehr ist eine Form des Geschlechtsverkehrs, bei der der Penis in den After des Partners oder der Partnerin eingeführt wird. Wir sagen dir, worauf du dabei unbedingt achten musst!Um Verletzungen zu vermeiden sollte man beim Analverkehr immer Gleitgel verwenden und den Schließmuskel vorher vorsichtig dehnen. Außerdem: Immer Kondome verwenden! Denn beim Analverkehr werden Darmbakterien übertragen, die zu Infektionen führen können. Andere Bezeichnungen für Analverkehr sind: Po-Sex, Analsex, griechischer Sex, Arschficken Manche Menschen lehnen diese Art der sexuellen Begegnung völlig ab, andere finden sie reizvoll. Analverkehr wird nicht nur von schwulen Paaren praktiziert. Auch manche heterosexuellen Paare lieben sich gelegentlich in dieser Variante des Geschlechtsverkehrs. Doch nur, wenn beide Partner wirklich dazu bereit sind, kann Po-Sex auch wirklich lustvoll sein. Nur mit Kondom! Durch den Analverkehr ohne Kondom können Krankheiten wie Hepatitis, AIDS oder Infektionen durch Darmbakterien besonders leicht übertragen werden. Deshalb empfiehlt es sich immer Kondome zu benutzen. Nur mit Gleitmittel! Immer ein wasserlösliches Gleitmittel verwenden! Keinesfalls öl- oder fetthaltige Cremes oder Gels verwenden, da sie innerhalb von wenigen Minuten die gegenteilige Wirkung erzielen und die Schleimhaut “stumpf” werden lassen. Damit steigt die Verletzungsgefahr. Außerdem greifen sie Latexkondome an und machen sie unsicher.
Lustempfinden beim Analverkehr!Der Afterbereich ist bei beiden Geschlechtern eine sexuell stimulierbare erogene Zone, die mit vielen Nervenenden ausgestattet ist. Führt ein Mann seinen Penis in die relativ enge Afteröffnung seines Partners oder seiner Partnerin ein, wird sein Penis dadurch besonders stimuliert. Nimmt ein Mann den Penis seines Partners in seinen After auf, kommt es durch die Darmwand manchmal zu einer Reizung der Prostata (Vorsteherdrüse). Das kann lustvolle Gefühle auslösen, die sogar bis zum Orgasmus führen können. Für Frauen ist allein das Einführen des Penis in den After eher selten ein orgastisches Gefühl. Sie brauchen meistens zusätzlich die Stimulation am Kitzler mit der Hand, um beim Analverkehr zum Höhepunkt zu kommen.
Analverkehr: Mit Vorsicht zu genießen!Wie alle Varianten des Geschlechtsverkehrs ist Po-Sex nur etwas für Paare, bei denen beide Partner wirklich dazu bereit sind. Analverkehr setzt beim passiven Partner besondere körperliche Entspannung voraus. Mit anderen Worten: Er/sie muss es wirklich wollen. Ist dies nicht so und dringt der Partner gegen die Anspannung des Schließmuskels in den After ein (egal ob mit dem Penis oder dem Finger), kann es leicht zu Verletzungen kommen: Feine Risse in der Darmschleimhaut verbunden mit Blutungen und Schmerzen! Der passive Partner ist besonders auf die Einfühlsamkeit und Achtsamkeit des aktiven Partners angewiesen. Zu schnelles, kraftvolles oder zu tiefes Eindringen kann aus einem lustvollen Sexerlebnis schnell eine unangenehme, schmerzhafte und gesundheitsgefährdende Erfahrung werden lassen. Da über den Darm auch Bakterien und andere Krankheitserreger ausgeschieden werden ist die Hygiene beim Analverkehr besonders wichtig. Bei Analverkehr ohne Kondom sollte der aktive Mann nach dem Verkehr unbedingt pinkeln gehen, um evtl. Krankheitserreger aus der Harnröhre zu spülen. Außerdem sollte man direkt nach dem Analverkehr keinen vaginalen oder oralen Verkehr haben, da sonst Bakterien vom Darm in die Scheide oder den Mund übertragen werden. Auch aus hygienischen Gründen empfiehlt sich die Verwendung eines Kondoms, vor allem dann, wenn der Darm vorher nicht entleert wurde.
Tipps zum Analverkehr!Wer in Bezug auf Analverkehr noch “Jungfrau” ist oder bereits einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht hat, sollte behutsam an die Sache herangehen. Wichtig ist, dass beide Partner vorher über ihre Wünsche und Befürchtungen sprechen. Das solltet ihr unbedingt beachten:» Vorher aufs Klo und den Darm entleeren! Zwar ist der Enddarm nach dem letzten Stuhlgang sauber, aber es schwirren dennoch eine Menge Bakterien herum. Wer Analsex häufig praktiziert, führt vorher oft eine Darmspülung durch. » Kondome benutzen! Durch den Analverkehr ohne Kondom können Krankheiten wie Hepatitis, AIDS oder Infektionen durch Darmbakterien besonders leicht übertragen werden. Deshalb empfiehlt es sich immer Kondome zu benutzen. » Das richtige Gleitmittel verwenden! Da keine körpereigenen Flüssigkeiten das Eindringen des Penis in den After erleichtern, muss unbedingt ein Gleitmittel benutzt werden. Gleitmittel auf Fettbasis greifen aber das Kondom an und trocknen die Darmschleimhaut aus. Gleitmittel auf Wasserbasis sind zwar gut geeignet, werden aber vom Darm sehr schnell aufgenommen. Dann ist häufiges “Nachschmieren” angesagt. Am besten geeignet sind Gleitmittel auf Silikonbasis. » Behutsam vorgehen! Gerade beim ersten Mal ist ein langes Vorspiel wichtig. Der Partner oder die Partnerin sollte richtig entspannt sein, sonst tut die Dehnung des Schließmuskels weh. » Vorsichtig mit einem Finger beginnen! Am Anfang nur einen Finger, dann einen zweiten in den Anus (Poloch) einführen. Wenn’s gefällt, später noch einen dritten Finger hinein schieben. So wird der Schließmuskel auf das Einführen des dickeren Penis vorbereitet. Unbedingt drauf achten, dass die Fingernägel kurz sind und keine scharfen Ecken haben. Ist das Einführen der Finger angenehm, darf auch der Penis eindringen. Aber immer schön langsam! » Langsam und vorsichtig zustoßen! Schnelle Bewegungen beim Analsex können leicht dazu führen, dass sich der passive Partner verkrampft und der Sex dann schmerzhaft wird. Also immer langsam und vorsichtig vorgehen! Klar ist: Wenn der Partner oder die Partnerin “Stopp” sagt, sofort aufhören! » Penis einführen muss nicht sein! Analsex bedeutet nicht unbedingt, den Penis in den After zu schieben. Manchen genügt es bereits, den Finger oder ein schlankes Anal-Dildo einzuführen. Auf diese Weise können auch Frauen ihren männlichen Sexpartner anal stimulieren. » Achtung: Kondom wechseln! Wer nach dem Analverkehr den Penis auch in die Scheide einführen will, muss unbedingt vorher das Kondom wechseln. Die Darmbakterien am Kondom sollten auf keinen Fall in die Scheide übertragen werden. Wurde gar kein Kondom benutzt, den Penis auf jeden Fall vorher gründlich waschen! Übrigens: Nach einer weltweiten Umfrage (Durex Global Sex Survey 2005) haben nicht einmal 30% aller Deutschen Erfahrungen mit Analverkehr. In Nachbarländern wie Österreich (44%), der Schweiz (40%), Dänemark (43%), Frankreich (46%) oder Italien (50%) ist diese Sexvariante wesentlich beliebter. Am häufigsten machen’s die Griechen (55%). Bestimmt kein Zufall, dass Analverkehr auch “Sex auf griechisch” genannt wird. Tags:heimlich, Geschlechtsverkehr, achten, diskret, Analverkehr Verwandte ArtikelAnalverkehrUnter Analverkehr oder Analkoitus (von lat. anus After; auch: Pedicatio) – umgangssprachlich auch Analsex genannt – versteht man das Einführen des erigierten männlichen Penis in den After des Sexualpartners. Das Einführen eines Sexspielzeugs oder anderer Gegenstände, der Finger oder der Hand (Fisting) sowie der Zunge (Anilingus) zählt zur analen Stimulation und nicht zum Analverkehr. ![]() Anal Intercourse Artwork PrinzipDer Afterbereich ist bei Personen beider Geschlechter eine sexuell stimulierbare erogene Zone, die mit vielen Nervenenden ausgestattet ist. Zusätzlich führt beim Mann passiver Analverkehr zur Reizung der sexuell empfindlichen Prostata, die einen Orgasmus auslösen kann. Bei der Frau können durch Analverkehr auch der sogenannte A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden. Für den aktiven Partner bedeutet der Analverkehr aufgrund der engeren und potenziell muskulöseren Körperöffnung eine intensivere Stimulation gegenüber dem Vaginalverkehr. Die Praktik setzt für viele Personen ein höheres Maß an Vertrauen voraus, wird andererseits jedoch auch als entsprechend intimer empfunden. ![]() Analverkehr in einer Illustration von Paul Avril Als „aktiv“ wird beim Analverkehr diejenige Person bezeichnet, die ihren Penis einführt, als „passiv“, auch „anorezeptiv“, diejenige, bei der der Penis eingeführt wird. Beides kann als lustvoll empfunden werden. Eine Sonderform des Analverkehrs stellt das Pegging dar, dabei wird der aktive Part durch die Frau mit Hilfe eines Dildo übernommen. Pegging kann sowohl in lesbischen als auch in heterosexuellen Beziehungen praktiziert werden. Suzuki Harunobu, Shunga Schmerzvermeidung und LustgewinnEin Butt-plug kann zur Vorbereitung des Analverkehrs verwendet werden Wenn das Eindringen behutsam und nicht zu schnell erfolgt sowie genügend Gleitmittel verwendet wird, ist der Analverkehr in aller Regel schmerzfrei. Das Eindringen sollte nie gewaltsam erfolgen, eventuell eintretende Schmerzen sollten als Signal zur vorübergehenden Unterbrechung gesehen werden. Öl- und fetthaltige Stoffe wie Vaseline tragen zur Zersetzung eines Kondoms bei, da sie das Latex des Kondoms angreifen. Nur Gleitmittel auf Wasser- oder Silikon-Basis sind für den Gebrauch zusammen mit Kondomen geeignet. Als Vorspiel vor dem eigentlichen Analverkehr kann der Anus mit den Fingern stimuliert werden. Sollte das Eindringen des Penis vom passiven Partner wiederholt als schmerzhaft empfunden werden oder mit einem unangenehmen Gefühl einhergehen, so ist mitunter die Benutzung eines Butt Plug möglich. Dabei handelt es sich um ein kegelförmiges Objekt, das vor dem Analverkehr durch den passiven Partner getragen werden kann. Der Butt Plug stellt eine optimale Vorbereitung dar, um die Muskulatur des Anus zu entspannen und leicht vorzudehnen. Ihre spezielle Form verhindert ein Hineinrutschen sowie selbstständiges Herausrutschen aus dem Anus. Butt Plugs können kurz vor dem Verkehr während des Vorspiels benutzt werden oder auch für längere Zeiträume, über mehrere Stunden hinweg, unabhängig vom eigentlichen Geschlechtsverkehr getragen werden. HygieneMitunter existieren Bedenken bezüglich der Hygiene, welche sich in der Regel auf im Enddarm befindliche Fäkalreste beziehen. Die Angst, während des Verkehrs mit Kot in Kontakt zu kommen, ist jedoch größtenteils unbegründet. Nach der Defäkation verbleibt kaum Stuhl im Enddarm, Anus und Enddarm stellen lediglich Durchgangskanäle dar und sind somit nur unmittelbar vor und während der Defäkation mit Kot in Kontakt. Jedoch können durch die unregelmäßige Struktur der Darmwand immer Fäkalreste im Enddarm haften bleiben. Diese Fäkalreste lassen sich jedoch durch Analspülungen vollständig beseitigen. Abwechselnd praktizierter Vaginal- und Analverkehr sollte stets mit einem Kondomwechsel kombiniert oder aber der Penis vor dem Wechsel abgewaschen werden, da ansonsten Keime aus dem Enddarm in die Vagina eingebracht werden und Entzündungen auslösen können. Ein Risiko besteht auch, wenn Samen bei ungeschütztem Verkehr aus dem After austritt und mit der Vagina in Berührung kommt. Verwandte Artikel |
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